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Galapagos 2010

Krater Sierra Negra, Seitenkrater Chico.

Am Morgen fuhren wir mit dem Bus bis zum Schichtvulkan Sierra Negra, bestiegen dort Pferde, die uns bis zum Kraterrand brachten und gingen schließlich zu Fuß zu einem Seitenkrater. Der Marsch mit den Pferden dauerte zweimal eineinhalb Stunden, der Fußmarsch (hin und zurück) zweimal eine Stunde. Es waren mehrere hundert Höhenmeter zu überwinden.

Zunächst war es regnerisch, oberhalb der Wolken war es staubig, beim Fußmarsch zum Krater war es heiß und trocken, beim Rückmarsch wieder sehr staubig, und unter der Wolkengrenze wieder regnerisch. Wir kamen ziemlich verdreckt ins Hotel zurück.


Der Bus musste halten, denn ...

Rubintyrann

... das Objekt unserer Begierde war diesmal ein bunter "Rubintyrann".

Die Pferde warteten schon auf uns.

Vom Nebelwald (1) ritten wir zum Kraterrand des "Sierra Negra" (2) und gingen zu Fuß zum Seitenkrater und Aussichsplatz "Chico" (3).

 

Die Kavallerie: Hans-Dieter und Webmaster Rudolf (hier mit Regenumhang im feuchten Nebelwald).

Zunächst war das Wetter noch trüb und feucht, doch je höher wir kamen, desto wärmer wurde die Luft und klarer die Sicht.

Die Pferde waren geduldig. Obwohl die meisten von uns noch nie auf einem Pferd saßen, war der dreistündige Ritt durch die Wildnis eines Vulkanhanges für uns ein neues Erlebnis aber kein Problem. Man darf vor den Pferden keine Angst haben.

Am oberen Kraterrand war für die Pferde Endstation. Wir stiegen ab und gingen zu Fuß weiter.

Sierra Negra

Der Blick in die Vulkanchaldära war sensationell, so wie vieles auf dieser Reise. Es handelt sich hier um einen Schildvulkan. Die Lava am Grund hat eine Dicke von 2000 Metern und einen Durchmesser von 10 Kilometern. Nach jedem Ausbruch wird die Lavamasse ein paar Meter dicker.

Ein riesiges Meer von Lava. Im Hintergrund der selten sichtbare Vulkan "Cerro Azul" (Pfeil).

Von hier aus ist ...

Vulkan Sierra Negra

... auch die Stelle zu sehen, an der der letzte Ausbruch im Jahr 2005 erfolgte. Damals trat die Lava nicht über den Kraterrand. Der letzte massive Ausbruch mit großen Lavamengen erfolgte 1997.

Die Abstieg zum Seitenkrater "Chico" beginnt in einer üppigen Vegetationszone.

Doch dann wurde der Bewuchs spärlicher.

Galapagos-Baumwolle - die Blüten.

Galapagos Baumwolle

Diese Baumwollart kommt nur hier vor.

Eine endemische Art, die hier "Skorpion" genannt wird.

Kaktusart Sierra Negra

Diese Kaktusart ist hier erst kürzlich entstanden und nur hier auf dem Vulkan "Sierra Negra" endemisch. Galapagos ist tatsächlich die jüngste Werkstatt der Evolution. Charles Darwin hatte das richtig erkannt.

Diese Mondlandschaft veranlasste Darwin zu einigen abschätzigen Bemerkungen über Galapagos. Wir blicken übrigens hier auf den "Hot Spot" von Galapagos. Er liegt unter der Insel Isabela. Sie ist die jüngste der Inseln und höchstens eine Million Jahre alt, also geologisch eher jung. Isabela ist auch die einzige Insel mit aktiven Vulkanen.

Darwin auf Galapagos

Das Bild stammt aus dem Naturhistorischen Museum in Wien.

Braune Lava (Vordergrund) ist älter als schwarze Lava (Hintergrund). Kandelaberkakteen wachsen hier nur auf einem 800 Jahre alten Lavafeld. Auf den (jungen) schwarzen Lavafeldern wächst noch nichts.

Ein kleiner Lavatunnell, in dem Lava sehr schnell abfließt.

Dieses junge (schwarze) Lavafeld stammt vom letzten großen Ausbruch von 1997. Keine Pflanze hat sich hier noch festgesetzt.

Wir bestaunen Lavaformationen und tiefe Gruben, die ...

Eingang zur Hölle

... erklären, wie die Höllenmythen in den Religionen entstanden sind. Es ist ratsam, die markierten Wege nicht zu verlassen. Es gibt auf jedem Lavafeld unterirdische Tunnels, die jederzeit einbrechen können.

Diesem Höllenschlund sollte man nicht zu nahe kommen. Am Rand liegt nur loses Schottermaterial, das Ende des Loches liegt tief in der Erde.

Blick gegen Norden der Insel Isabela. Wir sehen die beiden Vulkane "Darwin" (li) und "Alcedo" (re). Die gesamte Insel Isabela ist ein Produkt von 5 Vulkanen, wobei der "Sierra Negra", den wir bestiegen haben, der größte ist.

Am Ende des Tages machten wir nach Nebelwald, einigen Kilometern Staubpiste auf Pferden und über zwei Stunden Vulkantrip einen etwas desolaten Eindruck. Wurscht! Es hat trotz der Anstrengung Spaß gemacht. Es war ein großartiges Erlebnis.

Flamigos

Kurz vor dem Hotel liefen uns noch ein paar Flamingos über den Weg.

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